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Hückeswagen: Die Angst vor dem Kunden-Verlust




Hückeswagen: Die Angst vor dem Kunden-Verlust. Alle Achtung! Eine einmal groß angekündigte Preiserhöhung wieder zurückzunehmen, ist ungewöhnlich. Dass sich der Aufsichtsrat der BEW gegen die Entscheidung der Geschäftsführung gestellt hat, muss gewichtige Gründe gehabt haben. Zumal die Anteilseigner, darunter die Städte Hückeswagen, Wipperfürth und Wermelskirchen, damit auf Gewinnanteile verzichteteten. Was also kann den Aufsichtsrat zu dieser durchaus spektakulären 180-Grad-Drehung bewogen haben? BEW-Geschäftsführer Wilhelm Heikamp ließ den wahrscheinlichen Grund gestern durchblicken, ohne konkret zu werden: Seit auch der Gasmarkt liberalisiert wurde, haben die Kunden die Möglichkeit, ihren regionalen Anbieter zu kündigen und sich einen anderen, günstigeren zu suchen. Von dieser Möglichkeit, bestätigte Heikamp, haben in den vorigen Jahren auch BEW-Kunden Gebrauch gemacht. Offenbar befürchteten die Aufsichtsratsmitglieder, dass ihnen durch die geplante Steigerung von immerhin knapp 28 Prozent weitere Kunden folgen würden und zogen die Reißleine. Den Kunden ists egal. Sie werden nichts gegen die Rolle rückwärts haben. Ein Imageverlust für die BEW ist damit auch nicht zu befürchten, eher im Gegenteil: Durch die Rücknahme der Erhöhung sollte sie sich so manchen abwanderungswilligen Kunden fürs Erste gesichert haben. Somit geht die Rechnung des Aufsichtsrats wohl auf.

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